| Es begann als Idee unter Freunden und eroberte die Welt des Webs und der Programmierer: Shareware – bequem und billig. Bei diesem alternativen Vertriebskonzept werden Testversionen von Computerprogrammen verschenkt. Erst nach einer Erprobungszeit müssen sich die Benutzer entscheiden, ob sie die Software kaufen wollen.
1982 kam ein gewisser Jim Knopf (so heißt er wirklich) auf die glorreiche Idee, seine selbst gebastelte Datenbank namens PC File an Freunde und Kollegen zu verschenken. Da die Software nicht nur im Freundeskreis ausgesprochen begehrt war, ergänzte Jim diese um eine kleine Textdatei: Wer die neueste Version seines Datenbankprogrammes haben möchte, solle ihm einfach zehn Dollar als Unkostenbeitrag zusammen mit seiner Adresse zukommen lassen; das Update werde dann unverzüglich geliefert. Nach einem Kurzurlaub stapelten sich dann Postsäcke mit Dollarscheinen vor Knopfs Wohnungstür. Die Shareware-Idee war geboren: Test gratis, Rest für wenig Geld.
Jim Knopf hat mit dieser einfachen Vertiebsidee viel Geld verdient und schließlich auch eine eigene Firma gegründet. Nach einem Herzinfarkt zog er sich allerdings aus der har-ten Business-Welt zurück.
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