| Im Reich der Nanotechnologie beträgt die typische Maßeinheit gerade mal 0,000000001 Meter – ein hunderttausendstel eines menschlichen Haares. Wissenschaftler bereisen diese Welt, um auf der Ebene von Atomen Daten zu speichern und die Computerchips von morgen zu bauen.
Mit Hilfe der Nanotechnologie sollen im menschlichen Körper eines Tages Scharen kleiner Medizinroboter schwimmen, um Schäden in Zellen zu beseitigen und sie vor dem Altern schützen. Gemüse und Fleisch werden dann in »Nanofabriken« aus Abfällen erzeugt und »mundfertig« zubereitet.
Diese medizinischen und ernährungstechnischen Visionen sind ein großer Anreiz für Wissenschaftler, den Bau künstlicher Molekül-Strukturen voranzutreiben. Bis zur Jahrtausendwende gab es schon große Fortschritte. Im Zürcher Forschungsinstitut von IBM etwa wurde ein Mikroskop entwickelt, mit dem nicht nur einzelne Atome identifiziert, sondern auch Moleküle von einem Ort zum anderen bewegt werden können. In einem amüsanten Versuch lagerten die Wissenschaftler Xenon-Moleküle um, so dass daraus die Buchstaben IBM enstanden. Sie stellten dabei Leitungen aus Kohlenstoffatomen her, die hundertausendmal dünner als ein Menschenhaar waren. Andere Wissenschaftler setzten CAD-Programme ein, um virtuelle Modelle von Nanomaschinen zu entwerfen und diese dann in einer detaillierten Rechnersimulation zu prüfen.
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