Die Datenfernübertragung war in den 80er Jahren noch ein umständliches Unterfangen. Was heute Alltag ist, war damals noch exklusiver Tummelplatz für High-Tech-Freaks und Hacker. Sie befestigten den Telefonhörer auf einer seltsamen Halterung, sodass die Hör- und Sprechmuschel genau auf dem entsprechenden Gegenstück lagen. Das Gerät übersetzte die Computerdaten in Töne, die über die Telefonleitung verschickt werden konnten. Sobald die Verbindung hergestellt war, tröpfelten 1200 Bits durch die Leitung.
Akustikkoppler werden zuweilen auf Reisen auch heute noch eingesetzt. Anders als bei einem Modem muß damit nämlich keine freie Telefonbuchse gesucht werden, für die man dann nicht den richtigen Stecker besitzt. Man legt einfach den Telefonhörer auf die Koppler-Muffen und überträgt die Daten mit Hilfe des Sprechmuschel-Mikrofons. Empfangen wird durch den Lautsprecher in der Ohrmuschel.
Abgelöst wurde der Akustikkoppler durch das Modem (Kunstwort aus: Modulator/Demodulator). Obwohl die ersten Modems schon in den 60er Jahren entwickelt wurden, gelang der große Marktdurchbruch erst Mitte der 90er Jahre.
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