Ein Algorithmus ist eine präzise, d.h. in einer festgelegten Sprache abgefasste, endliche Beschreibung eines schrittweisen Problemlösungsverfahrens zur Ermittlung gesuchter Größen aus gegebenen Größen. Jeder Schritt besteht aus einer Anzahl ausführbarer eindeutiger Aktionen und einer Angabe über den nächsten Schritt.
Auch wenn die Informatik eine sehr junge Wissenschaft ist, so liegen ihre Wurzeln zum Teil doch weit in der Vergangenheit. In dem Wort ""Algorithmus"" als Synonym für eine zur Regel gewordene Lösungsform abstrakter Problemstellungen. Im 12. und 13. Jahrhundert wurden die Werke der griechischen und arabischen Mathematiker ins Lateinische übersetzt. Das berühmteste Buch ist die Aufgabensammlung ""Al gabr wal muquabal"" (was ""Wiederherstellung und Ausgleich"" bedeutet; das Wort Algebra ist davon abgeleitet) des arabischen Mathematikers Muhammed ibn Mussa al Chwarismi, verfaßt um 820, das im arabischen Spanien verbreitet war. Es wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts von dem Engländer Robert von Clester übersetzt. Dabei wurde der Name al-Chwarismi zu algoritmi, - woraus später der Begriff Algorithmus entstand. Diese Übersetzungen waren allerdings nur den Gelehrten zugänglich und drangen nicht ins Volk vor.
Algorithmen bilden die Grundlage elektronischen Rechnens: Überall dort, wo Regelmäßigkeit und Zeitanforderungen Merkmale methodischer Bearbeitungen sind, werden solche Verfahren eingesetzt. Algorithmen nehmen gewöhnlich Eingabedaten entgegen und führen mit diesen Verarbeitungen durch. In 30er und 40er Jahren zeigte sich allerdings, dass es Probleme gibt, die grundsätzlich nicht mit den Rechner lösbar sind.
|