Während der großen Schlacht um den Browser-Markt ist es vielen vielleicht entgangen, daß man zum Surfen im Web nicht unbedingt einen Supercomputer und Windows braucht. Ihr alte DOS-Maschine tut es auch noch ganz gut. Natürlich kann man es mit einem Pentium II-Prozessor nicht aufnehmen, aber viele Menschen haben nicht das Geld oder die Lust, immer die neueste Hardware zu benutzen. An vielen Schulen stehen zum Beispiel Geräte, die eher für das Computermuseum taugen, als für den Einsatz im Web. Daran muß der tschechische Programmierer Michael Polák gedacht haben, als er Arachne (http://www.naf.cz/arachne/download.htm) programmiert hat.
Arachne ist ein Internet-Tool, daß vollständig unter DOS oder einem kompatiblen Betriebssystem läuft. Auch die Benutzer diese Computer verfügen nun über einen hervorragenden grafischen Browser und andere Internet-Utilities. Es liegt auf der Hand, das Arachne kein JavaScript unterstützt, dennoch bringt es Sie sicher an jeden Platz im Web. Das Programm arbeitet mit dem PPP- und dem SLIP-Protokoll sowie mit jedem Modem zusammen. Der Bildaufbau ist mit Arachne etwas langsamer, als man es von den Windows-Browsern gewohnt sind. Die Navigation ist so einfach wie beim Internet Explorer. Arachne versteht HTML 4.0 und kann mit Frames, Tabellen und Images Maps und mit Multimedia-Dateien umgehen. Zusammen mit einigen Hilfsprogrammen ist das Abspielen von MPEG-Videos und WAV-Dateien kein Problem. Wenn Sie eine Maus haben, kommt Arachne auch damit zurecht.
Andernfalls geht es auch mit der Tastatur recht gut. Zum Gesamtpaket gehört noch ein E-Mail- (POP3) und ein FTP-Client. Für Arachne benötigen Sie einen 80x86 (386 wird empfohlen), 480K RAM-Arbeitsspeicher (640K wird empfohlen), eine 512K-Grafikkarte, Modem oder Netzwerk-Adapter, 3MB Plattenplatz und MS-DOS oder ein kompatibles Betriebsystem. Eine Vollversion kostet 30 Dollar (für Schulen und Krankenhäuser ist Arachne kostenlos erhältlich). Ein Testversion für 30 Tage steht zum Download bereit.
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