| Der erste moderne Computer, also ein Gerät, daß ein Programm und die zugehörigen Daten speichern konnte, wurde 1948 gebaut. Das 5,3 m lange Ungetüm war ein Mark 1 und wurde ""Baby"" genannt. Baby verfügte über einen Arbeitsspeicher von sage und schreibe 1024 Bits (heute haben normale PCs einen Arbeitsspeicher von 64 Megabyte). Gebaut wurde dieser Riesencomputer an der Universität von Manchester gebaut. Bevor Baby gebaut wurde, mußten Computer für jede neue Programmierung auch neu verkabelt werden. Erst in Babys Gedächtnis waren zum ersten Mal das Programm und die Daten gespeichert und das Gerät konnte elektronisch umprogrammiert werden. Unter diesen Voraussetzungen schaffte es Baby immerhin pro Sekunde 700 Befehle zu bearbeiten. Heutige Computer haben ein Vielfaches an Speicher und arbeiten viele Millionen mal schneller als das Gerät Baujahr 1948.
Heute haben Programmierer die Möglichkeit, durch einen sogenannten »Baby-Emulator« neue Programme für diesen Computer zu schreiben. Dadurch kann man am besten verstehen, mit welchen Problemen die Programmierer damals zu kämpfen hatten. Der Speicher bestand aus einer Fernsehröhre, die Daten wurden als Punkte auf dem Schirm gespeichert. Der Schirm bestand aus 32 mal 32 Pixel, was für Baby ein Maximum von 1024 Bits bedeutete. Wenn Baby gut in Form war, schaffte das Gerät 700 Instruktionen pro Sekunde zu bearbeiten, das waren immerhin etwa 200000 Befehle in 5 Minuten (ein moderner PC schafft das heute in weniger als einer Sekunde).
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